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Rathenow, die verschwundene Stadt

Bilder einer versunkenen Stadt - Ausstellung in der LAGA-Mühle

im Gespräch
Letzte Abstimmungen zur Austellung am 12.04.06 im IBE Wodtke, (v.l.) B. Faber-Schmidt und Dr. H. Churma (Kulturland Brandenburg e.V.), Architekt W.Bleis (HABI-Tourist) - verantwortlich für die Inhalte, D.Dahm (wodtke-media) - verantwortlich für Layout und Grafik

RATHENOW Im Auftrag des Rathenower Heimatbundes e.V. entstand in den letzten Tagen eine interessante Ausstellung zur jüngsten Entwicklung der Rathenower Altstadtinsel im Zeitraum von 1945 bis 2006. Sie ist in der LAGA-Mühle zu sehen. Der Rathenower Heimatbundes e.V. hatte sich bei Kulturland Brandenburg e.V. im Vorfeld erfolgreich für eine anteilige finanzielle Unterstützung des Projektes beworben.
Die Umsetzung des Auftrages erfolgte in Kooperation zwischen dem Rathenower Architekten und Stadthistoriker Wolfram Bleis sowie im Büro des Heimatbundes. Dabei übernahm Wolfram Bleis die inhaltliche Aufarbeitung und das Büro die Layoutentwicklung und grafische Darstellung des Themas.
Bis zum 15. Oktober können sich jetzt Interessierte auf acht Schautafeln im Informationszentrum der Landesgartenschau, auf dem Gelände der alten Mühle, über die Entwicklung der Rathenower Altstadtinsel informieren. Neben einem kurzen Überblick zur über 800-Jährigen Geschichte Rathenows, widmen sich zwei weitere Tafeln der Situation kurz vor der Zerstörung 1945. Erstmalig werden dem Betrachter Informationen zum damaligen Bestand an Wohn- und Geschäftsgebäuden vermittelt.
Die nächste Tafel zeigt die erschütternde Situation nach dem Ende des II. Weltkrieges. Die restlichen vier Tafeln widmen sich den weiteren gravierenden Veränderungen im Zeitraum ab Kriegsende bis zum Jahre 2006.
Mit der Aufarbeitung der jungen Geschichte der Altstadtinsel erfolgten die erste wissenschaftliche Dokumentation zum Thema und der Nachweis, dass es sich bei der Rathenower Altstadt tatsächlich um eine verschwundene Stadt handelt. Denn heute findet man auf dem Gelände der Rathenower Altstadtinsel nur noch maximal 13 Prozent von der vor Kriegsende vorhandenen Bebauung wieder.
Quelle: MAZ vom 26.04.2006


Austellung wird eröffnet

am Tag der EröffnungAm kommenden Samstag, den 22.04.2006 wird um 11.00 Uhr auf dem Gelände der Landesgartenschau Rathenow die Ausstellung „Rathenow - Die verschwundene Stadt" eröffnet. Die Schau ist ein Beitrag des Themenjahres „Horizonte Kulturland Brandenburg" zum Rahmenprogramm der Landesgartenschau. Die Ausstellung zeichnet die städtebauliche Entwicklung Rathenows ausgehend vom Jahr 1945 bis in die Gegenwart nach. Am Beispiel der Altstadt wird gezeigt, wie ein über Jahrhunderte gewachsener Stadtkern mit einer anerkannten Zentrumsfunktion nach der fast vollständigen Zerstörung in den letzten Kriegstagen 1945 zum städtischen Randgebiet geworden ist. Trotz der fast Gästevölligen Zerstörung der Altstadt 1945 und in der Folgezeit sind dennoch Beispiele aller Architekturepochen seit der Christianisierung im 12. Jahrhundert erhalten geblieben. So spiegeln sich beispielsweise in der Backsteinbasilika der Sankt- Marien- Andreas- Kirche sowohl Spuren der Romanik, als auch der Gotik wider. Dokumentiert werden in der Ausstellung auch die städtebaulichen Konzepte, mit denen versucht wird, die verloren gegangene städtische Funktion wiederzugewinnen. Präsentiert wird die Schau in der Alten Mühle, dem zentralen Eingangsbereich der Landesgartenschau.
Quelle: MAZ vom 21.04.2006 Fotos: IBE Wodtke


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