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Per Handy ins Internet?
Vodafone bietet schnellen Internetzugang übers Mobilfunknetz an
HAVELLAND (rik). Als Mitte der 90er Jahre das Internet seinen Siegeszug antrat, waren die Datenverbindungen noch langsam. Doch die Technik machte rasende Fortschritt, und als um 2000
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| So einfach geht das: Hans-Jürgen Wodtke und Andreas Böhm betrachten die kleine rote Steckkarte, die Rechner praktisch überall ins Internet bringen kann. |
herum DSL aufkam, schienen die Möglichkeiten unbegrenzt. Was da in kürzester Zeit über die Datenleitungen verbreitet wurde, schien noch fünf Jahre zuvor unmöglich. Doch diese rasend schnelle Datenautobahn hat einen Nachteil: Sie steht nicht überall zur Verfügung. Vor allem im ländlichen Raum warten viele Kunden schon lange vergebens auf DSL. „Theoretisch müsste die Telekom in jedem kleinen Ort einen oder sogar mehrere Verstärker bauen, die die Signale weiter leiten", erklärt Andreas Böhm vom Rathenower Computer- und Telekommunikationshändler „Poldi Electronic".
Das passiert aber nicht, und so schaut so mancher Kunde auf dem Land in die Röhre, wie Hans-Jürgen Wodtke vom „IBE Wodtke" aus Bohne weiß: „In Milow ist DSL nur bis zur Ortsmitte verfügbar. Und in Bohne haben wir auch keines." Dumme Sache, wenn man tagtäglich auf Computer und Internet angewiesen ist. Doch seit etwa einem Jahr steht eine Alternative zur Verfügung, der selbst die Experten aus Bohne zunächst nicht trauten. Ganz einfach ausgedrückt, sollte der Internetzugang auch über`s Handy möglich sein. „Das neue Übertragungsnetz UMTS bietet diese Möglichkeit", so Wodtke. Ende 2006 startete das Büro einen Versuch, und siehe da: Es funktionierte!
Statt ans Telefonnetz wird der Computer über eine Steckkarte mit dem Mobilfunknetz verbunden. Wie bei einem Handy wird die dazu notwendige Steckkarte mit einem SIM-Chip gespickt. „Das System ermöglicht fast die gleiche Datengeschwindigkeit wie ein einfacher DSL-Anschluss", so Andreas Böhm, der entsprechende Lösungen von Vodafone vertreibt: „Der Privatnutzer bemerkt so gut wie keinen Unterschied, Firmenkunden fällt es gelegentlich auf, weil der Datentransfer ins Internet hinein etwas länger dauert als bei DSL." Dennoch: Wer DSL nutzen möchte, aber nicht kann, für den ist dieses System eine echte Alternative.
Der zweite große Vorteil: Das System ist standortunabhängig. Wer ein Notebook besitzt und die Steckkarte einführt, kann praktisch überall in Deutschland mit Hochgeschwindigkeit ins Internet. Technisch sind zwei Varianten möglich: Die Steckkarte, wobei die entsprechenden Programme allerdings noch installiert werden müssten, oder eine Sendebox, die per USB angeschlossen wird: „Da kann man dann sofort loslegen." Selbst Router für Computernetzwerke können angeschlossen werden. Ein dritter Vorteil besteht in der Datensicherheit. Sämtliche Daten, die aus dem Internet herunter geladen werden, wandern vorher über die Zentralrechner von Vodafone: „Deren Software filtert fast alle bekannten Viren heraus", erklärt Andreas Böhm. Finanziell macht dieses System kaum einen Unterschied zum normalen DSL. Zwei Abrechnungssysteme sind möglich: Daten- oder zeitbezogen. Welche Lösung am günstigsten ist, sprechen Interessierte am besten mit den Fachleuten von „Poldi Electronic" ab. Dort gibt es auch viele andere Angebote für Computer, Internet, Telefon und Handy.
Quelle: BRAWO vom 28.01.2007
Foto: Nagel
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